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Managed Services

Managed Services

Managed Services bezeichnet die proaktive und wiederkehrende Auslagerung exakt definierter IT-Betriebsaufgaben an einen spezialisierten externen Dienstleister, den sogenannten Managed Services Provider (MSP). Im Gegensatz zum klassischen reaktiven „Break-Fix-Modell“, bei dem ein Dienstleister erst nach einem aufgetretenen Fehler aktiv wird, übernimmt der MSP die kontinuierliche Überwachung, Wartung und Verwaltung bestimmter IT-Bereiche – wie beispielsweise Netzwerke, Cloud-Infrastrukturen, Backups oder Security-Lösungen. Die Abrechnung erfolgt in der Regel über feste, gut planbare monatliche Pauschalen, was die laufenden Betriebskosten für das Unternehmen transparent macht.

Abgrenzung zum klassischen IT-Outsourcing

Obwohl Managed Services eine Form der Auslagerung darstellen, gibt es einen fundamentalen Unterschied zum klassischen IT-Outsourcing. Beim traditionellen Outsourcing werden häufig komplette IT-Abteilungen, physische Infrastrukturen und teils auch das dazugehörige Personal an einen externen Dienstleister übergeben, wobei das beauftragende Unternehmen weitreichende Kontrollrechte abgibt. Bei Managed Services hingegen behält das Unternehmen die volle strategische Hoheit und Gesamtkontrolle über die eigene IT. Es werden lediglich spezifische, modular wählbare Teilbereiche ausgelagert, um die unternehmensinterne IT-Abteilung bei Routineaufgaben zu entlasten, sodass diese als strategischer Steuerungspartner im Haus verbleibt.

Service Level Agreements (SLAs) als Fundament

Das zentrale Steuerungselement und vertragliche Herzstück von Managed Services sind die Service Level Agreements (SLAs). In diesen Dienstgütevereinbarungen werden der exakte Leistungsumfang, die Qualität und die Verantwortlichkeiten verbindlich und messbar definiert. SLAs regeln beispielsweise detailliert garantierte Systemverfügbarkeiten (wie 99,9 % Uptime), konkrete Reaktions- und Entstörzeiten bei Ausfällen sowie Support-Erreichbarkeiten. Diese vertraglich zugesicherten Parameter sorgen für maximale Transparenz und Qualitätssicherung, da sie klare, objektive Kriterien festlegen, an denen die erbrachte Leistung des MSP kontinuierlich gemessen wird.